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Gedankenkarussell
Und manchmal ist ein Lied die Welt..
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Und jetzt wird es ernst..

Ich kann momentan nicht auf Eure Einträge antworten, ich bin viel zu durcheinander.

Heute kam die Zusage von der Klinik und am Montag gehts los. Bin momentan so im Packen und gleichzeitig im emotionalen Chaos..

Tut mir leid!

 

31.5.12 00:02


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Wenn der Kopf zu leer, aber auch gleichzeitig zu voll ist

Mein Kopf ist so voll-leer. Ich kann es gar nicht beschreiben.

Ich hab jetzt länger nicht mehr geschrieben, weil ich so gar nicht klarkomme..

Normal schreibe ich ja auch eher nicht so persönlich wie jetzt...

Erstmal tut es mir leid, dass ich so lange so still war, aber irgendwie ist alles zu viel. 

Die Menschen, die mir wichtig sind, die sind mir wahrscheinlich wichtiger, als ich es für sie bin. Es wird nicht erwidert und ich fühle mich wie ein Geist, der ohne einen anderen nicht lebensfähig ist.

Ich muss mich doch festhalten?!

Aber ist es nicht ungerecht jemandem die Aufgabe zu übertragen, mich festzuhalten? Es gibt Menschen, die das können und es unbewusst tun. Aber ist es nicht falsch? Sollte ich nicht selbst in der Lage sein dafür zu sorgen, dass ich nicht falle? 

Die Menschen wissen nicht, dass sie die Kraft haben mir Kraft zum Kämpfen zu geben.. aber dennoch tun sie es, allein schon, wenn sie da sind.

Aber manchmal sind sie nicht da und dann falle ich.. 

Ich will diese schwere Aufgabe niemandem übertragen.. aber alleine ist der Kampf so schwer und momentan bin ich bis auf einzelne Momente so allein.

Eigentlich sollte ich schon längst in der Klinik sein, aber das verschiebt sich schon die ganze Zeit. Es hieß am Anfang, dass ich 2-4 Wochen warten muss, jetzt bin ich bei knapp 9 Wochen und ich kann nicht mehr.

Ich hangel mich von Woche zu Woche, in der Hoffnung, dass ein Termin kommt, aber gleichzeitig auch in der Hoffnung, dass keiner kommt.. ich will doch dünn sein.

Ich hab sehr große Angst vor der Klinik. Vor den Menschen, der Situation, dem Essen, dem Wiegen, den Therapien und vor mir selbst am Allermeisten.

Was, wenn ich viel dicker bin, als die anderen? Vielleicht gehöre ich da gar nicht hin? Was ist, wenn sie mich nicht mögen? Oder was, wenn ich versage, weil mein Kopf nicht gesund werden will... oder das Gegenteil, ich so schnell so sehr zunehme und damit überhaupt nicht klarkomme?

Ich glaube, ich will nicht zunehmen.. ich will gesünder denken, ja. Ich will trinken können, und wenn es nur Wasser ist. Ich will das Leben leichter sehen, aber will ich auch zunehmen? Komm ich damit klar?

Diese Ungewissheit macht mich wahnsinnig. Ich mache mich wahnsinnig.

Und ich mache mich so kaputt...

Ich kann nicht mal aus meinen Gedanken für einen Moment fliehen. Ich hab gesagt, dass ich es vor der Klinik schaffe aufzuhören mich durch Mittel in eine andere, angenehmere Welt zu katapultieren, aber es ist so schwer.

Noch bin ich in dem Punkt stark , aber mir fehlt die Leichtigkeit, die ich selbst durch ein stundenlanges Sportprogramm nicht erreichen kann.

Mir fehlt der Ausweg aus meinem kranken Kopf.

 

24.5.12 00:49


Und ich fühle mich, als könnte ich fliegen...

 
Kennst du das, wenn du Dich fühlst, als könntest du fliegen?
 
Ich ziehe meine Inliner an, nehme meine Kopfhörer und dreh die Musik ganz laut auf.. um mich herum ist alles so schön ruhig, weil die heiße Nachmittagssonne die meisten Menschen abschreckt, sich in die Weinberge zu stürzen.
 
Wenn man so die Berge hinuntersaust und die Augen schließt, die Arme ausbreitet und nichts hört und spürt außer das sanfte Rollen, die Musik und den Bass, dann ist es, als könnte man fliegen.
 
Man kann so frei sein, ganz im Rausch der Geschwindigkeit und der Schwerelosigkeit, die man durch den sanften Wind, der einen ergreift, empfindet.
 
 

10.5.12 20:26


Eddie Vedder - Long Nights

 "Der Instinkt scheint einen drohenden Verlust zu spüren, der so riesig und unumkehrbar ist, dass der Verstand sich weigert seine Größe zu ermessen."
(Into The Wild)



10.5.12 04:37


Liebesgeständnis an die Musik

„ Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe. Sie ist die Philosophie der Gefühle“

(Carl Ludwig Schleich)


Für mich bedeutet Musik, dass ich in Gedanken mit den Klängen an einem anderen Ort sein kann, an den ich verschwinden und in allen Momenten und Lebenslagen Halt finden kann.

Sie ist die Illusion eines eigenen kleinen Universums und eine Reise durch die Zeit, auf der man nicht weiß, wohin sie jeden Einzelnen führen und wie sie die Geräusche der Realität verändern wird.


Durch sie erlebt man eine Verwandlung und spürt das Streben nach Perfektion und Freiheit, die Fantasie sich frei entfalten zu lassen.

Melodien sind die Flügel in eine Welt, die man sich nach eigenen Wünschen kreieren und immer wieder verändern kann.


Man kann die Nachricht der Lieder, Sonaten und Sinfonien erst verstehen, wenn man lernt in den Noten zu lesen und die Botschaft, die sie uns mitteilen wollen, zu entschlüsseln.


Musik ist dieses Besondere, was mich mit Leichtigkeit durchs Leben tanzen und mein Herz in einem anderen Rhythmus schlagen lässt.


Danke, dass ich lernen durfte die Musik zu verstehen, mich durch sie auszudrücken und mit den Tönen in eine andere Welt zu fliegen.

 

Wenn ich zurückdenke, werden mir die Zeit und die schönen Momente mit einem Lächeln in Erinnerung bleiben und mir immer die Kraft geben nicht in einem Decrescendo zu verstummen, sondern mich fortissimo und vivace in der Welt zu drehen, mal in Moll, mal in Dur.

 

 P.S. Den Text habe ich ursprünglich als Rede für den Abiball verfasst und als Musikleistungskurs dann auch gehalten...

 

 

 

10.5.12 02:02


"Happiness is only real when shared." - Into The Wild

So oft frage ich mich, wieso es immer so kommen muss, wie es kommt. Es gab diese schönen Tage, Abende, Momente, in denen ich aus tiefstem Herzen lachen konnte.. wenn du da warst. Ich war so schwerelos und frei und so unberührt von der Krankheit selbst.

Du hast mich vergessen lassen, dass es die Krankheit gibt und du hast mir gezeigt, dass das Leben ohne sie viel schöner ist. 

Ich glaube, ich war das erste Mal seit Monaten oder vielleicht auch Jahren wieder glücklich. 

In Deinen Armen waren selbst die dunklen Nächte so frei von Stimmen und so friedlich, dass ich mich trauen konnte die Augen zu schließen. Du hast mich festgehalten, damit ich nicht unter der ganzen Last zusammenbreche.

Aber nichts ist für immer und das muss ich lernen, das weiß ich. Veränderungen gehören zum Leben dazu, so wie das Atmen zum Überleben. Ich muss lernen mich nicht an alles zu klammern, sondern auch mal loslassen zu können, ohne, dass meine Welt zusammenbricht. Allein, damit ich nicht untergehe..

Ich muss den Menschen ihren Freiraum lassen, den sie brauchen.

Für mich war es das Unvorstellbarste, dass ich jemals so empfinden, überhaupt zulassen kann. Es war eine wunderschöne Erfahrung, aber das Loslassen tut noch viel zu sehr weh..

Es tut weh, wenn man weiß, dass es keinen Sinn macht und man diese Gedanken am Liebsten verdrängen würde. Ich bin gut im Gefühle unterdrücken, wirklich! So sehr, wie ich mich in etwas reinsteigern kann, genauso sehr kann ich mir Gedanken aus dem Kopf schlagen. .

Ich will nicht untergehen und ich will nicht den größten Fehler meines Lebens gemacht haben, weil ich angefangen habe zu schwärmen und es offen zugegeben habe. Ich will, dass du da bleibst, weil ich Dich brauche, als Freund.

Du hast mir für einen Moment einen Grund gegeben, dass es sich lohnt für das Leben zu kämpfen, nicht dagegen.

Du bist mein Ruhepol, jemand, der mich auffangen kann, wenn ich das Gefühl habe ins Unendliche zu fallen.

Bitte geh nicht!  Auch nicht, wenn du anders empfindest, denn ich komm damit klar, ganz bestimmt.

8.5.12 01:16


Und doch bist du wenigstens immer da.

Wie soll man etwas loslassen können, wenn es manchmal die einzige "Gesellschaft" ist? 

Wenn alle um einen herum still werden und man in sich selbst gefangen ist, dann ist es wenigstens ein kleiner Trost, dass man weiß, dass man eine Aufgabe hat.

Es ist momentan so viel einfacher einfach die Gefühle und Gedanken auf diese Art zu verdrängen, als sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Und es ist gleichzeitig so traurig, dass man weiß, dass es falsch ist, aber es gleichzeitig dennoch so sehr hilft...

Wenn die Menschen gehen und die Einsamkeit kommt, dann bist du trotzdem immer da und sagst mir, was ich tun muss..

So ist die Leere wenigstens nicht ganz so leer..

30.4.12 16:55


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